Entlassung der Berliner Tierschutzbeauftragten Kathrin Herrmann
Die Berliner Tierschutzbeauftragte Kathrin Herrmann ist von ihren Aufgaben entbunden worden. Wie der RBB berichtet, kommt dieser Schritt nicht unerwartet. Seit dem Regierungswechsel im April 2023 gab es vermehrt Reibereien zwischen Herrmann, die ihr Amt im November 2020 angetreten hatte, und der von Felor Badenberg (CDU) geführten Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz. Der Morgenpost zufolge wurden Herrmann im Zuge des Sparprogramms fast alle zur Verfügung stehenden 400.000 Euro gestrichen. Lediglich Projekte wie Tierheim, Tiertafel und Katzenkastration wurden weiterhin finanziert. Ein weiterer Streitpunkt war das Tauben-Management. Während Herrmann eine Kampagne zum Schutz der Stadttauben anregte, favorisierte die Senatsverwaltung die Eindämmung der Population durch eine Taubenpille oder die Ansiedlung von Fressfeinden. Wie aus dem Wortprotokoll einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verbraucher- und Klimaschutz vom 17. Februar 2022 hervorgeht, hatte Herrmann bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf die Herausforderungen der Tierrettung in Berlin hingewiesen und die Notwendigkeit einer besseren Finanzierung und Koordinierung der beteiligten Stellen betont.
Die Webseite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz informiert über den Umgang mit invasiven Arten und betont, dass auch diese Tiere dem Tierschutzgesetz unterliegen. Wie "Hauptsache Waschbär e.V." auf ihrer Webseite berichtet, unterstützt Herrmann das Pilotprojekt zur Kastration/Sterilisation von Waschbären in Berlin. Dieses Projekt zielt darauf ab, eine ethisch vertretbare und nachhaltige Alternative zur Bejagung von Waschbären zu etablieren.
https://www.morgenpost.de/berlin/article408413072/darum-trennt-sich-der-senat-von-der-tierschutzbeauftragten.html
https://hauptsache-waschbaer.de/hauptsache-waschbaer-2/
https://www.parlament-berlin.de/ados/19/UVK/protokoll/uvk19-002-wp.pdf
https://www.berlin.de/lb/tierschutz/wildtiere/artikel.1380136.php