Tarifkonflikt bei der BVG: Verhandlungen und Streiks

Tarifkonflikt bei der BVG: Verhandlungen und Streiks

Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hält an. Wie die Morgenpost berichtet, endete eine Verhandlungsrunde am Mittwoch ohne Einigung, obwohl beide Seiten „beim Thema Laufzeit und Zulagen entgegen gekommen“ seien. Die BVG stellte ein neues Angebot in Aussicht, das ein Gesamtvolumen von 345 Millionen Euro über eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren umfasst. Dieses beinhaltet unter anderem ein monatliches Plus von 225 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2025 sowie jährliche Erhöhungen um 100 Euro in den Folgejahren. Zulagen sollen um bis zu 125 Prozent steigen, so dass die Fahrdienst- und Wechselschichtzulage jeweils 225 Euro und die Schichtzulage 130 Euro betragen würden. Die BVG betont, damit im bundesweiten Vergleich der Zulagen für Fahrer an der Spitze zu stehen. Jenny-Zeller Grothe, BVG-Vorständin für Personal und Soziales, bezeichnete das Angebot als „an der Grenze des Leistbaren“.

Verdi fordert hingegen laut Morgenpost 750 Euro mehr pro Monat für alle BVG-Beschäftigten, eine Fahrdienstzulage von 300 Euro, eine Schichtzulage von 200 Euro und ein 13. Monatsgehalt. Die Gewerkschaft schätzt die jährlichen Zusatzkosten auf 250 Millionen Euro. Wie die Zeit unter Berufung auf eine dpa-Meldung berichtet, folgte auf die bisherigen Verhandlungstermine jeweils ein Warnstreik. Nach den Gesprächen befragte Verdi die Beschäftigten zum weiteren Vorgehen. Bis Montag soll die Tarifkommission dann entscheiden, ob es weitere Streiks geben wird. Der nächste Verhandlungstermin am 21. März ist der letzte vor Ablauf des Verdi-Ultimatums, das unbefristete Streiks androht.

Wie rbb24 berichtet, hat die BVG in der dritten Verhandlungsrunde ein verbessertes Angebot vorgelegt. Dieses sieht Lohnerhöhungen von durchschnittlich 17,6 Prozent über die nächsten vier Jahre vor. Für das Fahrpersonal könnte dies im laufenden Jahr eine Erhöhung von 11,2 Prozent bedeuten. Zusätzlich sollen alle Beschäftigten rückwirkend zum Jahresbeginn einen monatlichen Festbetrag von 225 Euro erhalten. In den Folgejahren soll das Monatsgehalt um jeweils 2,5 Prozent steigen. Auch bei den Zulagen und beim Weihnachtsgeld legte die BVG nach eigenen Angaben ein verbessertes Angebot vor. Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt räumte laut rbb24 ein Entgegenkommen der Arbeitgeberseite ein, betonte aber, dass die Differenzen bei der Höhe des Angebots und der Vertragslaufzeit weiterhin groß seien. Eine Laufzeit von vier Jahren sei für Verdi weiterhin ausgeschlossen.

Die BZ Berlin berichtet ebenfalls über das neue Angebot der BVG. Dieses beinhaltet einen Festbetrag von 225 Euro pro Monat rückwirkend zum 1. Januar 2025, jährliche Gehaltssteigerungen von 2,5 Prozent in den Folgejahren, eine Angleichung von Wechselschicht- und Fahrerzulage auf jeweils 200 Euro monatlich sowie eine Erhöhung des Weihnachtsgeldes auf 2300 Euro. Für Fahrer würde dies laut BVG eine Lohnsteigerung von 325 Euro pro Monat beziehungsweise 11,2 Prozent im Jahr 2025 bedeuten. Über die gesamte Laufzeit bis Ende 2028 stiegen die Löhne damit um 17,6 Prozent. Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt erklärte gegenüber der BZ, dass das Angebot strukturell verbessert sei, inhaltlich aber noch große Differenzen bestünden. Verdi lehnt unter anderem die vierjährige Laufzeit ab und fordert stattdessen ein Jahr. Außerdem fordert die Gewerkschaft ein 13. Monatsgehalt in Höhe eines vollen Bruttolohns.

Quellen:

  • https://www.morgenpost.de/berlin/article408416763/bvg-stellt-im-tarifkonflikt-verbessertes-angebot-in-aussicht.html
  • https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2025/02/tarifstreit-bvg-verdi-hoeheres-angebot-arbeitgeber.html
  • https://www.zeit.de/news/2025-02/11/verdi-und-bvg-verhandeln-ueber-tarifvertrag
  • https://www.bz-berlin.de/berlin/bvg-neues-angebot-bsr-gibt-es-streik
Veröffentlich am 
26/2/2025
 in Kategorie: 
Wirtschaft
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt.

Mehr aus dieser

 Kategorie

Alle anschauen