BVG-Tarifkonflikt: 345-Millionen-Euro-Angebot auf dem Tisch

BVG-Tarifkonflikt: 345-Millionen-Euro-Angebot auf dem Tisch

Im Tarifstreit zwischen der BVG und der Gewerkschaft Verdi liegt nun ein neues Angebot der Arbeitgeberseite vor. Wie der Berliner Kurier berichtet, umfasst das Lohnpaket 345 Millionen Euro über eine Laufzeit von 30 Monaten. Die Personalkosten der BVG würden damit um 115 Millionen Euro jährlich steigen. Zusätzlich zu einem monatlichen Plus von 225 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2025 sollen die Monatslöhne in den Jahren 2026 und 2027 jeweils zum Jahresanfang um 100 Euro steigen. Für Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das Angebot der BVG Extra-Zulagen, die Erhöhungen um bis zu 125 Prozent bedeuten. Fahrdienst- und Wechselschichtzulagen lägen bei je 225 Euro, die normale Schichtzulage bei 130 Euro pro Monat.

Verdi hatte ursprünglich monatlich 750 Euro mehr Lohn, ein 13. Monatsgehalt, eine Fahrdienst- bzw. Wechselschichtzulage von 300 Euro und eine Schichtzulage von 200 Euro gefordert. Wie die taz berichtete, hat Verdi diese Forderungen als notwendig erachtet, um den Personalbestand der BVG zu sichern und den hohen Standard des Berliner ÖPNV aufrechtzuerhalten. Ein ganztägiger Warnstreik am 27. Januar hatte den öffentlichen Nahverkehr in Berlin nahezu lahmgelegt, wie IT-Boltwise berichtete. Die S-Bahnen verkehrten planmäßig, U-Bahnen und Straßenbahnen blieben jedoch in den Depots.

BVG-Vorständin und Verhandlungsführerin Jenny Zeller-Grothe bezeichnete das Angebot als „Grenze des Leistbaren“ für das Unternehmen. Sie zeigte sich erfreut über die „Bewegung in die Verhandlung“. Wie die B.Z. berichtet, betonte Zeller-Grothe auch den Aspekt der Planungssicherheit, den eine längere Laufzeit des Tarifvertrags biete. Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt sah zwar Verbesserungen in der Struktur des Angebots, betonte aber die weiterhin bestehenden inhaltlichen Differenzen, wie rbb24 berichtete. So lehnt Verdi die von der BVG vorgeschlagene vierjährige Laufzeit ab und fordert weiterhin eine zwölfmonatige Laufzeit. Auch die Erhöhung des Weihnachtsgeldes entspricht nicht den Vorstellungen der Gewerkschaft.

Verdi will das Angebot nun mit den BVG-Mitarbeitern diskutieren und bis zum 3. März über das weitere Vorgehen beraten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. März angesetzt - an diesem Tag läuft auch das Ultimatum der Gewerkschaft für einen unbefristeten Streik aus. Wie die B.Z. ebenfalls berichtete, hat Verdi angekündigt, weitere Arbeitskampfmaßnahmen mindestens 24 Stunden vorher anzukündigen, sollten diese Fahrgäste betreffen.

Quellen:

  • https://www.berliner-kurier.de/berlin/345-millionen-euro-verhindert-dieses-angebot-den-bvg-dauerstreik-li.2302626
  • https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2025/02/tarifstreit-bvg-verdi-hoeheres-angebot-arbeitgeber.html
  • https://www.bz-berlin.de/berlin/bvg-neues-angebot-bsr-gibt-es-streik
  • https://taz.de/Streik-bei-Berliner-Verkehrsbetrieben/!6061912/
Veröffentlich am 
27/2/2025
 in Kategorie: 
Wirtschaft
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt.

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