Füchse Berlin: Rückrundenstart nach der Handball-WM
Die Füchse Berlin starten am Sonntag, den 9. Februar, gegen den VfL Potsdam in die Rückrunde der Handball-Bundesliga. Wie rbb24 berichtet, stehen die Berliner nach dem WM-Triumph ihrer dänischen Spieler Mathias Gidsel und Lasse Andersson vor der Herausforderung eines schnellen Umstiegs vom internationalen Turnier zurück in den Liga-Alltag. Gidsel und Andersson kehrten erst zwei Tage vor dem Spiel ins Training zurück.
Füchse-Trainer Jaron Siewert gibt sich laut rbb24 gelassen und betont den Fokus auf die Bundesliga. Die Stimmung im Team sei gut und die Motivation hoch. Siewert vertraut auf die Energie seiner Spieler, insbesondere Gidsels, und sieht in der Präsentation vor heimischem Publikum eine zusätzliche Motivation für die Weltmeister. Die Füchse gehen als Tabellenzweiter mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Melsungen in die Rückrunde.
Während Siewert optimistisch ist, zeigt sich der deutsche WM-Teilnehmer Nils Lichtlein, ebenfalls von den Füchsen, nachdenklicher. Wie rbb24 berichtet, äußerte er sich zurückhaltender zum Umschwung von der WM zurück in den Liga-Alltag. Die Enttäuschung über das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen Portugal scheint noch nachzuwirken.
Positive Stimmung herrscht hingegen bezüglich des Winterneuzugangs Leo Prantner. Der Italiener, der bei der WM für Italien auflief und nun von Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning im Nationalteam trainiert wird, kommt vom Zweitligisten Balingen zu den Füchsen. Prantner soll den Ausfall von Tobias Reichmann kompensieren, der aus privaten Gründen die Saison nicht beenden kann. Wie rbb24 berichtet, wird Prantner von seinen neuen Mitspielern, insbesondere Nils Lichtlein, positiv aufgenommen.
Das Meisterrennen in der Handball-Bundesliga gestaltet sich in dieser Saison äußerst spannend. Wie die Westdeutsche Zeitung berichtet, kämpfen gleich sechs Teams um den Titel. Neben den Füchsen und Melsungen sind auch der THW Kiel, die TSV Hannover-Burgdorf, die SG Flensburg-Handewitt und der SC Magdeburg im Rennen. Der SC Magdeburg hat aufgrund des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt drei Spiele weniger absolviert.
Für den SC Magdeburg ist das Spiel gegen den THW Kiel das erste nach dem Anschlag. Trainer Bennet Wiegert äußerte sich laut der Westdeutschen Zeitung betroffen von den Ereignissen, sieht sein Team aber bereit für die sportliche Herausforderung. Sowohl in Kiel als auch in Magdeburg stellt die Wiedereingliederung der WM-Teilnehmer in den Liga-Alltag eine Herausforderung dar.
Wie die Webseite der "Kieler Zebrasprotten" zeigt, hat der THW Kiel in dieser Saison mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Mehrere Spieler fehlten in den vergangenen Wochen verletzungsbedingt. Zudem mussten die Kieler Karl Wallinius und Samir Damir Benghanem an andere Vereine abgeben.
Die Füchse Berlin gehen somit mit gemischten Gefühlen in die Rückrunde. Während die Euphorie der dänischen Weltmeister und die Vorfreude auf den Neuzugang Prantner positiv stimmen, bleibt abzuwarten, wie schnell sich das Team nach der WM wieder auf den Liga-Alltag konzentrieren kann. Das Spiel gegen den Tabellenletzten Potsdam bietet die Gelegenheit, einen erfolgreichen Start in die Rückrunde zu feiern.
Quellen:
- https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2025/02/handball-wm-hbl-restart-stars-mathias-gidsel-fuechse-berlin.html
- https://fuechse.berlin/o.red.t/newsdetail.php?id=6841
- https://www.wz.de/sport/handball/erstes-duell-nach-anschlag-magdeburg-im-top-spiel-gefordert_aid-123871317
- https://www.zebrasprotten.de/hallenhefte/