Hocke/Kunkel: Von Tallinn nach Boston – mit Zwischenstopp in Berlin
Das Berliner Eiskunstlaufpaar Annika Hocke und Robert Kunkel blickt nach einer enttäuschenden Europameisterschaft in Tallinn auf die Weltmeisterschaft in Boston. Wie rbb24 berichtet, verpassten die Berliner nach einem vielversprechenden fünften Platz im Kurzprogramm am Ende die erhoffte Medaille und landeten auf dem achten Rang. Die nicht gelungenen Wurflandungen, normalerweise eine ihrer Stärken, waren laut Kunkel der Hauptgrund für das Abrutschen. „Die Wurflandungen – die bei der EM nicht funktioniert haben – sind eigentlich unser bestes Element. Da passiert eigentlich nie etwas“, zeigte sich der 25-Jährige überrascht, wie rbb24 wiedergibt.
Trotz der Enttäuschung konzentriert sich das Paar bereits auf die Weltmeisterschaft Ende März in Boston. Die verpatzte Kür in Tallinn sehen sie als zweite Chance, nachdem sie bei der letzten WM den fünften Platz erreichten. Wie Hocke gegenüber rbb24 erklärte, hilft die Aussicht auf die WM, den Frust zu überwinden: „Wenn man noch so einen großen Wettkampf vor sich hat, kommt man da auch relativ schnell wieder raus. Man weiß, wofür man arbeitet.“
Hocke hatte Ende des letzten Jahres mit einer Fußverletzung zu kämpfen, die sie zu einer Trainingspause zwang. Sowohl Hocke als auch Kunkel äußerten sich gegenüber rbb24 erleichtert, dass der Fuß bei der EM gehalten habe und Hocke seit Jahresbeginn wieder voll trainieren könne.
Ihren Trainingsschwerpunkt haben Hocke und Kunkel seit 2022 im italienischen Bergamo. Wie Kunkel gegenüber rbb24 erklärte, waren sie aufgrund der schlechten Bedingungen am Berliner Stützpunkt zu dem Wechsel gezwungen. In Bergamo schätzen sie das „super Trainerteam“ und die Möglichkeit, mit vielen anderen Eiskunstlaufpaaren gemeinsam zu trainieren – „gerade in Europa eine luxuriöse Situation“, so Hocke.
Vor der Rückkehr nach Italien trainiert das Duo drei Wochen lang in Berlin unter der Leitung des neuen Landestrainers Nolan Seegert. Seegert, ehemaliger Partner von Europameisterin Minerva Hase, beendete seine Karriere im Januar 2023. Wie rbb24 berichtet, ist Seegerts Aufgabe in erster Linie, die bestehenden Stärken des Paares zu erhalten und sie in Form zu halten. Er sieht in Hocke/Kunkel ein Paar, das die Vielseitigkeit des Paarlaufens nahezu perfekt abdeckt. Zum Verhältnis mit seiner Ex-Partnerin Minerva Hase äußerte sich Seegert zurückhaltend: „Unser Verhältnis ist aktuell nicht das Beste. Man geht sich im Alltag aus dem Weg.“
Hocke und Kunkel schätzen an ihrer Partnerschaft vor allem die harmonische Zusammenarbeit und die gute Kommunikation. Kunkel hebt Hockes Rationalität hervor, die ihm als emotionalerem Part helfe. Für Hocke ist Kunkels rationale Art im Eiskunstlauf ein wichtiger Ausgleich. Neben dem Medaillenerfolg ist es dem Paar wichtig, „sich ein bisschen abzuheben und unterhaltsame Programme zu laufen, bei denen man vor dem Bildschirm aufwacht“, so Hocke abschließend.
Quellen:
- https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2025/02/eiskunstlauf-annika-hocke-robert-kunkel-nolan-seegert-berlin.html
- https://www.eislauf-union.de/de/training/eiskunstlaufen/90-media?start=624
- https://redcircle.com/shows/this-week-in-skating-podcast