Radverkehr auf der Schönhauser Allee: Zwischen Hochbetrieb und neuen Radwegen

Radverkehr auf der Schönhauser Allee: Zwischen Hochbetrieb und neuen Radwegen

Die Schönhauser Allee in Berlin-Pankow ist eine stark frequentierte Verkehrsader, die sowohl von tausenden Radfahrenden als auch von Autos und der Tram genutzt wird. Wie die Morgenpost berichtet, führt die Allee die Liste der Straßen mit dem dichtesten Radverkehr in Berlin an. Dieser hohe Radverkehrsaufkommen brachte in der Vergangenheit Herausforderungen mit sich, die zu Umgestaltungen und neuen Planungen führten.

Die Infrastruktur für Radfahrende wurde in den letzten Jahren erheblich verändert. InfraVelo berichtet, dass zwischen Eberswalder/Danziger Straße und Gleimstraße/Stargarder Straße beidseitig geschützte Radfahrstreifen eingerichtet wurden. Diese 720 Meter langen Streifen bieten Radfahrenden nun mehr Platz und Sicherheit. Die Baumaßnahmen, die von September 2023 bis Juni 2024 dauerten, wurden durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr sowie durch Mittel des Landes Berlin finanziert. Wie aus einer Meldung der GB infraVelo GmbH hervorgeht, wurden im Zuge des Umbaus auch die Gehwege verbreitert und die Anzahl der Lieferzonen erhöht.

Die neuen Radfahrstreifen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen, da die Schönhauser Allee laut Unfallstatistik der Polizei als Unfallschwerpunkt galt. Wie VIZ Berlin mitteilt, wurden an Spitzentagen über 5.000 Radfahrende pro Richtung auf den neuen Radstreifen gezählt. Um die Sichtbarkeit der Protektionselemente zu verbessern, wurden nachträglich zusätzliche reflektierende Weißmarkierungen und markierte Sperrflächen angebracht. Das Bezirksamt Pankow plant zudem die Einrichtung von 100 neuen Fahrradbügeln sowie Abstellanlagen für E-Scooter und Sharing-Bikes auf den frei gewordenen Flächen der ehemaligen Hochbordradwege.

Auch vor den aktuellen Umbaumaßnahmen gab es bereits Planungen und Diskussionen zur Verbesserung der Radverkehrssituation auf der Schönhauser Allee. Ein Antrag von Rechtsanwalt Antonio Leonhardt aus dem Jahr 2024, der von Changing Cities veröffentlicht wurde, forderte die Errichtung geschützter Radfahrstreifen in weiteren Abschnitten der Allee. In dem Antrag wird unter anderem auf die hohe Verkehrsbelastung, die gefährlichen Situationen für Radfahrende durch Überholmanöver und die hohe Unfalldichte hingewiesen.

Die Entwicklung der Radinfrastruktur auf der Schönhauser Allee zeigt die Bemühungen, den Radverkehr in Berlin sicherer und attraktiver zu gestalten. Die bereits umgesetzten Maßnahmen und die weiteren Planungen sollen dazu beitragen, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Quellen:

  • https://www.morgenpost.de/berlin/article408242558/auf-diesen-strassen-in-berlin-gibt-es-die-meisten-radfahrer.html
  • https://www.infravelo.de/projekt/schoenhauser-allee/
  • https://www.infravelo.de/meldung/schoenhauser-allee-fertiggestellt/
  • https://viz.berlin.de/aktuelle-meldungen/neuer-radfahr-streifen-an-der-schon-hauser-allee-fertig-gestellt/
  • https://viz.berlin.de/aktuelle-meldungen/erster-teilabschnitt-von-radfahrstreifen-in-der-schonhauser-allee-zur-nutzung-freigegeben/
  • https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2024/01/20240131_Antrag_Schoenhauser-Allee-final-geschwaerzt.pdf
Veröffentlich am 
7/2/2025
 in Kategorie: 
Sport
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt.

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